aspidites  melanocephalus  (schwarzkopfpython)

Sowohl der SCHWARZKOPFPYTHON als auch sein Artverwandter, der WOMAPYTHON, gehören zu sehr speziellen und interessanten Vertretern der Riesenschlangen.

 

In Australien beheimatet gehören sie zu einer rein bodenbewohnenden Art, die sehr gerne gräbt und eine Vorliebe für andere Reptilien (Echsen, Frösche, kleine Schlangen) hat. Obwohl es ihnen oftmals nachgesagt wird, konnte ich bei meinen Tieren noch keinerlei kannibalistische Verhaltensweisen untereinander erkennen.

 

Ich würde sein Verhalten nicht als "aggressiv" bezeichnen, aber alle meine Tiere reagieren unheimlich neugierig und aufgeregt auf jede Art der Bewegung oder Berührung. Insbesondere, wenn sie die Witterung von Futter aufgenommen haben. Selbst beim Geruch von frisch aufgetauten Ratten oder noch lebenden Vielzitzenmäusen im Nachbarzimmer beginnen sie bereits vor der Fütterung aufgeregt zu züngeln. Oftmals gehen sie dann auch in "hab Acht"-Stellung, die an eine Kobra mit aufgestelltem Kopf erinnert.

Die oftmals beschriebene zwingende Einzelhaltung und Kanibalismus untereinander muss ich verneinen, jedoch MUSS eine Fütterung immer unter Aufsicht und getrennt erfolgen, da der Futterneid bei keiner meiner Riesenschlangen so ausgeprägt ist, als bei  ASPIDITES MELANOCEPHALUS / RAMSAYI und sie dann nach allem schnappen, was warm ist, sich bewegt oder nach Futtertier riecht.

 

Als Anfängertier würde ich beide Vertreter des "aspidites-Komplex" nur bedingt empfehlen, weil sie eben doch manchmal sehr temperamentvoll sind, wenn sie längere Zeit nicht gefressen haben oder die Witterung nach Futter aufgenommen haben. Des Weiteren stellen adulte Weibchen mit einer Länge von bis zu 3m und 8-10kg Körpergewicht bei dieser Art nicht unbedingt eine Seltenheit dar, was eine artgerechte Unterbringung für ein Pärchen auf Dauer doch sehr schwierig macht.

 

 

 

 

 

 

 

Hier deutlich zu erkennen, der farbliche Unterschied zwischen der "Yellow Line" und der klassischen Zeichnung.

 

Die Streifenzeichnung verwischt bei beiden Varianten im adulten Stadium etwas, der gelbe Farbton bleibt jedoch erhalten. Ob sich dieser Farbton co-dominant vererbt, werden die nächsten Gelege zeigen.

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