morelia spilota spilota  (Diamantpython)

Nachdem ich meine ersten Gehversuche mit 3 klassischen morelia spilota variegata gemacht habe, bin ich eines Tages auf eine besondere Art des Rautenpythons gekommen, den DIAMANTPYTHON.

 

Sowohl in Haltung als auch in Optik und Wesen sind die MORELIA SPILOTA SPILOTA die wohl interessanteste Variante im "morelia spilota-Komplex" und werden als meldepflichtige Riesenschlange noch immer sehr selten gehalten bzw. auch nachgezüchtet. Ein Grund dafür sind u.a. die etwas spezielleren Haltungs-/und Paarungsbedingungen. So ist eine nicht zu feuchte Haltung ebenso wichtig wie die kühle Winterphase von 2-3 Monaten bei 10-15 Grad.

 

Dies ist neben der Gesunderhaltung der Tiere auch unabdingbar für die Spermienproduktion der Böcke im Frühjahr. Die Betonung hierbei liegt bewusst auf dem Plural, da ein einzelnes Männchen meistens kein Interesse an den Weibchen zeigt und erst durch die Anwesenheit eines Konkurrenten zur Paarung angestachelt wird. Einmal zur befruchteten Eiablage gebracht und erfolgreich ausgebrütet, sind Jungtiere oft sehr heikle Fresser, so dass es durchaus mal mehrere Monate dauern kann, bis ein DIAMANTPYTHON selbstständig frisst und zu 100% futterfest ist.

 

In seiner Gestalt und Wesen erinnert er eher an einen Baumpython, als an einen Rautenpython. Mit max. 2m relativ klein bleibend (für eine Riesenschlange aus dem morelia-Komplex), sehr schlank und doch muskulös, meist baumbewohend und unheimlich geschickt im Geäst reagiert der DIAMANTPYTHON auf alles, was sich vor dem Terrarium bewegt. Die Augenpartien verleihen ihm dabei oftmals einen bösartig wirkenden Ausdruck, jedoch sind die Tiere einfach nur extrem neugierig und sehr friedfertig. 

 

 

 

 

 

 

Hier zur Verdeutlichung nochmal der klar erkennbare Farbunterschied zwischen der Gelb-Schwarzen und Weiß-Schwarzen Farbform.

 

Ich habe über all die Jahre durch die Aufzucht von diversen Jungtieren festgestellt, dass sich die juvenile Färbung von Gelb-Schwarz im adulten Lebensalter auch in Weiß-Schwarz ändern kann. Von Häutung zu Häutung "verblasst" das Tier dann an den gelben Stellen, ohne jedoch die sehr intensive schwarze Grundfärbung zu verlieren.

 

Die für mich wichtigste Bedeutung bei der Pflege dieser faszinierenden Tiere, ist die 100%ige Reinrassigkeit in Sachen Genetik. So ist z.B. ein Einkreuzen von morelia spilota variegata, cheynei o.Ä., nur um farbintensivere oder kleinere Nachzuchten zu erhalten, ein absolutes "no-go".

morelia viridis "sorong"  (baumpython)

COMING SOON

 

 

 

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